Moishe Hundesohn
Ich heiße
Moishe Hundesohn
und lebe lustig ohne Lohn.
Mit meiner Koscher-Ente Ruth
zieh' ich durch Deutschland

frohgemut.
Hab weder Heim, noch hab ich
Geld, doch Witz genug: mein ist
die Welt. Und will die Welt mir
mal ans Fell, dann lach' ich oder
troll' mich schnell.
Schimpft "Judenhund" mir
ins Gesicht ein Fremder, nun,
dann groll ich nicht.
Ich bin ein Judenhund und stolz!
Und meine Ente ist aus Holz.
Verstehe ich die Welt nicht mehr,
dann frag' ich Ruth. Ihr fällt nicht
schwer, die Welt zu deuten
wie sie ist. Ihr Holzkopf steckt
voll Entenlist!
Ich steh' nur staunend mittendrin
und suche nach dem tiefren Sinn.
Nun, glaube ich, kennt ihr mich schon.
Der Eure - Moishe Hundesohn.
Moishes Papa ist Daniel Haw, Dramatiker,
Maler, Komponist, Regisseur und
Leiter des jüdischen STUDIO SCHACHAR in Hamburg.
Nach einer graphischen

und künstlerischen Ausbildung studierte er in den USA (California)
Schauspiel
und Regie. Die erste Ausstellung eigener Aquarelle und Gouachen fand
1988
in Hamburg statt. Seit 1998 leitet er Deutschlands erstes jüdisches
Privattheater nach dem Holocaust.
„Humor ist das große Korrektiv der menschlichen Gesellschaft. Er schafft die notwendige Distanz, um die Dinge aus einer angemessenen Perspektive betrachten zu können. Wo der Humor fehlt, fehlt auch die Menschlichkeit. Diktaturen und religiöse Orthodoxien fürchten und verbannen den Humor, denn in ihm steckt immer der Zweifel, der ihre sentimentalen Maximen auslacht!“ Daniel Haw
Moishe
Hundesohn
Heute: "Mit Steinbach ins neue Jahr
"




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