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» 1998 - Der Anfang
» 2000 - Die erste feste Spielstätte
» 2001 - Ein Erfolgsjahr
» 2002 - Zu neuen Ufern
» 2003 - Das neue Haus                                       
» 2004 - Neue Wege
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2006 - Ende und Anfang                                                                   

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1998 - Der Anfang

Das Ensemble der ersten Stunde:
v.l.n.r.: Daniel Haw, Elina Finkel, Karoline Behrendsohn, Alec Sloutski
Die Premiere der Debüt-Produktion "MASCHA TOV!", einer lyrischen Revue mit Musik nach Gedichten von Mascha Kaléko, fand am 20.11.98 im Altonaer Stadtteilkulturzentrum HAUS Drei statt.
Es spielten Karoline Behrendsohn, Elina Finkel, Günter Lüdke
Musik: Alec Sloutski
Regie und Dramaturgie: Daniel Haw



2000 - Die erste feste Spielstätte

Probe zu der Produktion "Land Unter"
v.l.n.r.: Joel Landshut, Gert Hartig, Daniel Haw
Nach Unterzeichnung des Kooperationsvertrages mit dem Stadtteilkulturzentrum HAUS Drei, fand als erste Theaterproduktion im festen Haus, am 25.05.00 die Uraufführung der Farce "Land Unter" von Daniel Haw statt, in der die uralte Geschichte vom Herrn und seinem Knecht, den tragikomischen Archetypen von Macht und Ohnmacht erzählt wird.
Es spielten:
Joel Landshut, Peter Per und Elias Sterner
Regie: Daniel Haw


"HARRÜH!"

Es spielten: Joel Landshut und Elias Sterner

Regie & Dramaturgie: Daniel Haw

Diese Farce über das Deutsche, das Undeutsche, die jämmerliche Fremdenangst und die fundamentale Sorge um die "Ordnung", die deutsche Lande und deutsche Geschichte stets im Nebel mythische Unlogik gefangen hielt, entstand in einem kabarettistischen Schmelztopf böser Gedichte von Heinrich Heine und beißender Dialoge von Daniel Haw.






2001 - Ein Erfolgsjahr
Larissa Dekhtiar
Die jüdische Sängerin Larissa Dekhtiar gastierte seit 2001 mehrfach und erfolgreich mit ihrem Programm jiddischer und israelischer Lieder im Schachar.



"Di Chuzpenics"
"Die Chuzpenics" gehören zu unseren Lieblingsgästen, die uns immer wieder mit stets erweiterten Kleszmer-Programmen besuchen. Besonders hervorzuheben bei dieser musikalisch hochkarätigen Band ist ihre Fähigkeit, (elektrisch) unverstärkt zu spielen! - Eine Herausforderung an den hervorragenden Sänger, der ohne Mikrophon Oboe, Geige, Akkordeon und Kontrabass dominieren muss!





"FREINDINNEN"

Freindinnen...

...sind gute Kolleginnen!

Es spielten:
v.l.n.r.: Leonie Adam, Christine Kutschera, Uta Dänekamp

Musik: Willie Jakob
Regie: Daniel Haw

Die Uraufführung dieser Komödie von Daniel Haw wurde durch die Kulturbehörde der Hansestadt Hamburg ermöglicht, die unsere Produktion großzügig förderte. "Freindinnen" erzählt die Geschichte dreier jüdischer Freundinnen aus Deutschland, die sich zum ersten Mal den Pessach-Wunsch:...und nächstes Jahr in Jerusalem! erfüllen. Sie starten im Heiligen Land mit einem Geländewagen zu einer Israel-Tour. Doch mitten in der Negev-Wüste gibt ihr Gefährt den Geist auf, und somit sind die drei jungen Frauen sich und der Wüste ausgeliefert; wobei sich ihnen nur allzu bald die Frage stellt, was nun eigentlich schlimmer ist!





"ADOLF EICHMANN - LETZTER AKT"


Es spielte: Robert Lenkey

Musik: Willie Jakob

Regieassistenz: Barbara Gohlke-Paul
Regie & Dramaturgie: Daniel Haw


"The Diary of Adolf Eichmann" von Tuvia Tenenbom (USA), ist wohl die spektakulärste Theaterproduktion des Schachar seit seiner Gründung; die Premiere fand am 17.11.01 statt und war für unser Haus ein Riesenerfolg. Kurz nach der amerikanischen Uraufführung Ende 2000 im Jewish Theatre of New York, nahm dessen künstlerischer Leiter Tuvia Tenenbom mit uns Kontakt auf. Da ihm außerordentlich viel daran lag, sein Stück im Theater Schachar inszeniert zu sehen, übergab er uns die Uraufführungrechte für den deutschsprachigen Raum. Der Text wurde von der Hamburger Übersetzerin Frau Angelika Mensching-Oppenheimer ins Deutsche übertragen. Der Autor war bei der Premiere und der anschließenden Podiumsdiskussion anwesend.





2002 - Zu neuen Ufern!

"BESUCH IM SCHUMMERN"

Es spielten:
Eva Weissmann und Udo Jolly

Musik: Willie Jakob

Regieassistenz: Barbara Gohlke-Paul
Regie & Dramaturgie: Daniel Haw


Der Einakter von Hermann Otto führt uns in den Dom zu Güstrow und ins Jahr 1938: Nazi-Schergen entfernen Ernst Barlachs monumentale Bronzeskulptur "Der Güstrower Engel", das an Ketten hängende Mahnmal für die Opfer des Ersten Weltkrieges aus dem Gotteshaus. Sie werden es zu Kriegszwecken einschmelzen. Ernst Barlach hat dies nicht mehr miterleben müssen, er starb ein Jahr vor Kriegsbeginn, einen Monat vor der Reichspogromnacht. Das Stück spielt im letzten Lebensjahr Barlachs. Der Bildhauer sucht seinen Engel im Dom zu Güstrow auf, um ein "letztes" Gespräch mit ihm zu führen, um Ratlosigkeit und Verzweiflung zu entfliehen. Die Not und innere Kontroverse werden sichtbar, die modellhaft für den verfemten und versuchten Künstler im Dritten Reich steht!                                                                                                                                          

2003 - Das neue Haus

 

Die neue Spielstätte: Haus 7 - Hospitalstraße 111 / Hamburg-Altona                                            

 

2004 - Neue Wege

Eine Umstrukturierung im Bereich der Aufführungspraxis erweist sich als notwendig, da von Seiten der Stadt und des Landes Hamburg keine wirtschaftliche Hilfe zu erwarten ist. Die Theaterleitung entschließt sich zu der zeitweiligen Aussetzung eines festen Monatsprogramms, um mit Gastspielen in anderen Bundesländern wie: Bremen, Niedersachsen und Schleswig-Holstein seine Existenz zu sichern. Ausgewählte Musiker und Bühnenkünstler werden zu Auftritten mit "Event-Charakter" eingeladen - ein Tribut an die Zeit.

"Die Hölle der Mädchen" im Kieler Schloss!                                                           Auf Einladung des Präsidenten des Schleswig-Holsteinischen Landtages und der Landeszentrale für politische Bildung Schleswig-Holstein, führte das Theater Schachar am 27.01.04 seine erfolgreiche Produktion "Die Hölle der Mädchen" - das Mädchen-KZ Uckermark, im Kieler Schloss auf. 
350 bewegte Zuschauer applaudierten begeistert und zollten dem Schachar nach der Vorstellung größte Anerkennung. "Die Hölle der Mädchen" bildete den Kern der großen Veranstaltung zum Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus.

(v.l.n.r.: Daniel Haw, Barbara G.Paul und Sabine May)      Glück und Erschöpfung nach der erfolgreichen Vorstellung im Kieler Schloss!

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"morgen fängt das Leben an"



Spiel / Gesang …… Sabine May

Piano:  Daniel Atar
Klarinette:  Ralf Böcker

Bühnenbild:  Sophie Haw / Daniel Haw  (Motiv nach Kinderbildern aus Theresienstadt)

Regie:  Sven j. Olsson

"morgen fängt das Leben an" - so lautete der hoffnungsvolle Titel unserer Musiktheater-Produktion. Hoffnungsvoll und ironisch zugleich, denn der Ort, an dem die Texte und Melodien entstanden, war das zynische "Geschenk" Adolf Hitlers an die Juden: Theresienstadt.Einige dankten es ihm nicht und überlebten. Auf teils abenteuerlichen Wegen retteten sie klassische Musikkompositionen, Couplets, Gedichte, Chansons, dramatische Arbeiten sowie Grafiken und Aquarelle aus der Tereziner Vorhölle.
Auch die Texte und Lieder der deutsch-tschechischen Jüdin Ilse Weber, Kinderkrankenschwester in Theresienstadt, konnten so, im Gegensatz zu ihrer Autorin, die später in Auschwitz ermordet wurde, überleben.
1995 wurden sie grandios von der norwegischen Sängerin, Schauspielerin und Schriftstellerin
Bente Kahan dramatisiert.
Die Premiere unserer Inszenierung am 07.06.04 auf unserer Bühne, war ein voller Erfolg und wurde vom Hamburger Publikum sehr gut aufgenommen.



"Andre Töne" (Another Tune)



Es spielten: Christine Kutschera und Martin Benz
Technische Assistenz: Sven J. Ollsson
Regie & Musik: Daniel Haw

Die Uraufführung dieser "3 short plays for a theater night", wie der israelische Autor Yohanan Kaldi 
seine köstlich-grotesken Minidramen untertitelt, stellt für das Schachar einen neuen Höhepunkt dar:
Es ist das erste Mal, dass ein jüdischer Dramatiker aus Erez Israel seinen Text ins Deutsche übersetzen lässt, um es im Land von Schiller  und Heine uraufzuführen!
Jedes dieser drei kleinen, inhaltlich zusammenhängenden Stücke beschäftigt sich auf aberwitzige Weise mit dem Spannungsverhältnis zwischen Mann und Frau im gesellschaftlichen Kontext; doch so leicht lassen sich  Yohanan Kaldis hintergründige Texte nicht abfertigen. Ähnlich wie Beckett stellt er seine Figuren in ausweglos scheinende Situationen, in denen sie auf erschreckend komische Weise absurde Mechanismen bemühen, um ihrer Alltagstragik zu entgehen.


Anfang 2006 musste sich Daniel Haw aufgrund mangelnden Interesses und mangelnder Förderung seitens des Staates zu einer Beendigung des regelmäßigen Theater-Spielbetriebes entschließen. Eine Umstrukturierung und Erweiterung des wichtigen jüdischen Projektes Schachar erhielt die ursprüngliche Idee, Deutschland ein Forum lebendiger jüdischer Kultur zu schenken. Die Frage, ob Deutschland dieses Geschenk überhaupt annehmen will, bleibt weiterhin offen...

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© Studio Schachar 2006, Hamburg · Letzte Änderung: 02.06.2006 · Impressum